Au Pair Agenturen - USA-Sprachreisen

Agenturen

Eine Teilnahme am amerikanischen Au-Pair Programm ist in legaler Form nur mit Hilfe einer anerkannten Au-Pair Agentur möglich. Das amerikanische Au-Pair Programm wird von dem US Department of State reguliert und somit müssen sich die Agenturen und Organisationen an die Vorgaben der US Regierung halten. Zusätzlich zu den Regelierungen und Vorgaben der US Regierung, hat das Bundesministerium für Senioren, Frauen und Jugend Qualitätsstandards für Au-Pair Agenturen und -Organisationen veröffentlicht, die als Richtlinien für Au-Pairs, Gastfamilien und Agenturen gelten.

Die Au-Pair Agentur ist für die Vermittlung des Au-Pair zuständig. Sie nimmt die Bewerbung des Au-Pairs entgegen, führt die notwenigen Interviews durch, sorgt für den Versicherungsschutz des Au-Pairs während der Zeit im Ausland und kümmert sich um die Logistik - das heißt sie bucht (und bezahlt!) den Hin- und Rückflug des Au-Pairs. Allerdings müssen Au-Pairs, die ihr Jahr abbrechen (der Grund spielt dabei keine Rolle), ihren Rückflug aus eigener Tasche bezahlen.
Nach Ankunft in den USA muss die Agentur ein Orientierungsseminar anbieten, auf dem den Au-Pairs alle relevanten Informationen zum Aufenthalt in den USA erklärt werden. Zudem gibt es einführende Kurse in die Themenbereiche Kindererziehung, Erste Hilfe und Kulturschock. Diese Orientierung dauert meist eine Woche und bietet den Au-Pairs die Möglichkeit Kontakte zu anderen Au-Pairs der gleichen Organisation zu knüpfen, sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen (an der amerikanischen Ostküste ist es stets sechs Stunden später als in Deutschland, an der Westküste sind es sogar neun) und einen ersten Einblick ins Leben der Amerikaner zu bekommen.
Nach der Orientierung endet die Betreuung der Au-Pairs durch die Agentur allerdings noch lange nicht. Die Agenturen haben einen Vor-Ort-Betreuer, der die Au-Pairs in den ersten Tagen nach der Ankunft bei der Gastfamilie besucht und auch sonst ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Au-Pairs hat. Die Betreuer organisieren sogenannte "Cluster Meetings", welche einmal im Monat alle Au-Pairs derselben Gruppe zusammenkommen lassen. Diese Treffen dienen dazu sich über Probleme und Sorgen auszutauschen, den Betreuer besser kennen zu lernen und "einfach mal abzuschalten". Je nach Jahreszeit machen die jeweiligen Clusters eine typisch amerikanische Aktivität. So werden zum Beispiel Footballspiele besucht oder eine Partie Bowling gespielt.

Hilfe bei der Bewerbung

Auch wenn viele der Agenturen mit dem dubiosem Spruch "Au-Pair: Bei uns für nur ... Euro" werben, gilt es bei solchen Angeboten stets die Programmkosten genau durchzulesen und lieber zweimal zusammenzurechnen. Da das Au-Pair Programm gesetzlich genau geregelt ist, sind alle Organisationen gezwungen das gleiche Programm anzubieten. Ein Au-Pair bekommt bei einer vermeintlich "billigen" Agentur demnach nicht mehr Leistungen.
Des Weiteren dürfen nur die Agenturen einen Austausch nach Amerika anbieten, die ihren Sitz in Deutschland haben und an mindestens fünf Werktagen pro Woche erreichbar sind. Jede Agentur muss zudem eine 24 Stunden "Notfallhotline" eingerichtet haben, die allen Au-Pairs rund um die Uhr zugänglich ist und an die sie sich bei auftretenden Problemen wenden können. Oben angesprochene Leistungsversprechen dürfen in solcher Form nur geäußert werden, wenn diese auch tatsächlich eingehalten werden.

Auch wenn in Zeitungen und im Internet immer mehr Angebote auftauchen, die den perfekten Au-Pair Aufenthalt ohne Agentur oder mit einer nicht anerkannten (dafür billigen) Agentur anbieten ist es ratsam sich a) eine Agentur zu suchen und b) sich für eine anerkannte zu entscheiden. Nur dann ist ein umfassender Versicherungsschutz und eine intensive Betreuung garantiert.


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