High School-Aufenthalt an einer amerikansichen Schule - USA-Sprachreisen

High School USA

Eine amerikanische High School ist mit der deutschen Sekundarstufe vergleichbar und umfasst somit die Klassenstufen neun bis zwölf. Am Ende bekommen die Schüler ein "High School Diploma" (im Folgenden mit HSD abgekürzt), was der deutschen Fachoberreife oder sogar dem Abitur entsprechen kann. Letzteres ist aber nur der Fall, wenn der Schüler ausschließlich die sogenannten "advanced" - das heißt schweren - Kurse gewählt hat.

Die Schüler haben im Gegensatz zum deutschen System die Möglichkeit sich in verschiedene Kursniveaus einzuschreiben, welche in "leicht", "mittel" und "schwer" eingeteilt sind. Dadurch kommt es dazu, dass das HSD zwar in den USA einheitlich anerkannt ist, allerdings nicht zu einem Studium berechtigt, da man sein HSD ausschließlich mit Kursen auf leichtem Niveau abschließen kann und damit längst nicht auf dem gleichen Wissensstand ist, wie jemand der sein HSD mit einem schweren Kursniveau erreicht hat.
Unterrichtet wird mindestens sechs volle Stunden pro Tag. Der Vormittags- und Nachmittagsunterricht ist durch eine lange Mittagspause geteilt, in der die Schüler in der schuleigenen Cafeteria essen. Nachdem der Unterricht am Nachmittag beendet ist, bleibt ein Großteil der Schüler in der Schule und nimmt an sogenannten "Extra Curriculum Activities" teil. Der Begriff beschreibt die Teilnahme und das Engagement in den nebenunterrichtlichen Klubs und Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Jahrbuch, einem Sportteam, der Theatergruppe oder der Schülerzeitung.
Schulbus In den High Schools wird viel Wert auf Disziplin gelegt. So wird zum Beispiel jegliche Art von Fehlverhalten mit Nachsitzen bestraft und wer sich in den Gängen aufhalten möchte, ist gezwungen seinen "Hall Pass" mit sich zu führen. Kopfbedeckungen jeglicher Art oder Kopfhörer sind verboten und werden konfisziert. Wer als Schülerin im zu kurzen Rock oder mit einem weitausgeschnitten T-Shirt zur Schule kommt, muss sich umziehen (die Schule hält für den letzteren Fall T-Shirts parat, die von den Schülerinnen übergezogen werden müssen).
Es kann von einer ausgeprägten High School Kultur gesprochen werden, die (nicht nur in den USA) in Magazinen und im Fernsehen verbreitet wird. So beschreiben, wenn auch nicht immer realistisch, die Filme "Grease", "High School Musical" oder "Der Klub der toten Dichter" das Schülerleben an einer High School. Auch "Beverly Hills 90210" lässt den Zuschauer von dem Soap Opern-artigen Leben an einer typischen US High School träumen.

Basketball

Deutsche Schüler, die das High School Leben aus nächster Nähe erleben wollen, können dies im Rahmen eines Austauschjahres machen. Ein solches Jahr an einer amerikanischen High School steht allen Schülern und Schülerinnen zwischen 15 und 18 Jahren offen, wird aber von den meisten zu Beginn der elften Klasse angefangen, so dass der Realabschluss in den USA erworben wird und nach der Rückkehr in die Oberstufe gewechselt werden kann. Wer sein HSD in den USA macht, bekommt dies in Deutschland nur dann als Fachhochschulreife oder Abitur anerkannt, wenn er mindestens zwei Fremdsprachen sowie Unterricht in naturwissenschaftlich/ mathematischen und musisch/kulturellen Fächern genommen hat.

Ein Austauschjahr an einer amerikanischen High School lohnt sich allein in Hinblick auf den Spracherwerb, denn wer als Schüler in den USA lebt und dort zur Schule geht, baut einen Englischwortschatz auf, der es ihm ermöglicht nicht nur zukünftige Englischarbeiten "mit links" zu meistern, sondern auch wesentlich bessere Chancen im späteren Berufsleben verschafft.


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