Praktikum und Work & Travel/ Sprachreise und Praktikum
Sprachreise und Praktikum in den USA
Die Kombination von Sprachreise und Praktikum in den USA bietet die einmalige Gelegenheit, das Lernen der englischen Sprache mit einem Einblick in die US-amerikanische Arbeitswelt zu verbinden. Da Englisch eine der Weltsprachen ist und die USA eine führende Wirtschaftsmacht, können auf diese Weise wertvolle Zusatzqualifikationen für den zukünftigen Beruf gewonnen werden.
Das Programm
Immer mehr Anbieter bieten mittlerweile die Möglichkeit, eine Sprachreise zu buchen, die ein darauf folgendes Praktikum beinhaltet. Zunächst wird ein mindestens vierwöchiger Standard- oder Intensivsprachkurs belegt. Dieser bereitet den Kursteilnehmer auf das Business Englisch vor, das ihn im späteren Praktikum erwarten wird. So kann dieser von Anfang an im Betrieb mitreden und muss nicht befürchten, das Englische Fachjargon nicht verstehen zu können.
Nach dem Sprachkurs geht es in den Betrieb. Der Praktikant wird dabei vor eine große Auswahl an Bereichen der Arbeitswelt gestellt. Ob Marketing, Tourismus, Mode oder Journalismus – für jeden Berufswunsch ist etwas zu finden. Die meisten Praktika sind jedoch unbezahlt.
Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für eine solche Sprachkurs-Praktikum-Kombination sind ein Mindestalter von 18 Jahren, sowie gute Mittelstufenkenntnisse der englischen Sprache. Auf diesen Kenntnissen soll während des Sprachkurses aufgebaut und dem Sprachschüler das Business Englisch näher gebracht werden. Für diejenigen, die noch nicht über gute Englischkenntnisse verfügen, ist ein solches Programm nicht zu empfehlen. Hierfür werden aber alternative Sprachreisen angeboten, die englische Grundkenntnisse vermitteln.
Um in den USA eine Sprachschule zu besuchen und ein Praktikum zu absolvieren, werden zwei verschiedene Visa benötigt. Zum Arbeiten in den USA berechtigt das J-1-Visum und zum Besuch eines Englischkurses ist ein F-1-Visum obligatorisch. Um dieses zu bekommen muss der Anwärter persönlich zu der US-Botschaft nach Berlin oder zu dem Konsulat in Frankfurt oder München reisen und bestimmte Nachweise vorlegen.
Des Weiteren wird zur Visumsbeschaffung ein finanzieller Nachweis über derzeit 750 US-Dollar pro Aufenthaltsmonat benötigt. Je nach Organisation ist eine weitere Voraussetzung der Studentenstatus, bei manchen aber auch nur das Abitur oder eine Berufsausbildung.
Vorbereitung
Derjenige, der die Entscheidung getroffen hat, seinen Lebenslauf durch eine Sprachreise und ein Praktikum in den USA zu erweitern, muss zunächst einen Praktikumsplatz finden. Die Organisationen sind hierbei sehr behilflich und oftmals findet der zukünftige Praktikant auf deren Internetseite eine große Auswahl an ausgeschriebenen Praktikumsstellen. Erst mit der festen Zusage des Unternehmens kann das Visum beantragt werden. Dies ist oft ein langwieriger und nicht unkomplizierter Prozess. Deswegen sollte die Planung mindestens zwölf Wochen vor Reiseantritt begonnen werden.
Reiseziele
Je nach Organisation werden unterschiedliche Reiseziele angeboten. Diese können nach dem persönlichen Geschmack des Reisenden ausgewählt werden. Vielleicht möchte sich dieser in seiner Freizeit an Floridas oder Kaliforniens Stränden entspannen, sich auf die Spuren von Jazz, Blues und Soul in Chicago begeben oder doch lieber in New York City durch den Central Park schlendern. Auch Seattle im US-Bundesstaat Washington gehört zu einem der beliebtesten und Honolulu auf Hawaii zu einem der exotischsten Ziele für Sprachreisen. Der Vorteil an den großen Städten ist, dass es dort ein großes Angebot an Praktikumsplätzen gibt.
Im Endeffekt wird es aber nicht vom Reiseziel abhängen, ob die Reise zu einem Erfolg wird, sondern auf die ganz individuellen und persönlichen Erfahrungen, die der Sprachschüler und Praktikant macht.
Unterkunft
Je nachdem mit welcher Organisation man reist oder ob der Aufenthalt in den USA selbst organisiert wird, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Unterbringung im Land. So bietet es sich an, in einer Privatunterkunft zu wohnen und neben dem Berufsleben auch das amerikanische Familienleben näher kennenzulernen. Außerdem kann der Praktikant und Sprachschüler in Hotels, Jugendherbergen oder Universitätswohnheimen unterkommen. Derjenige, der vorsieht, eine längere Zeit in den USA zu lernen und zu arbeiten, kann sich auch ein WG-Zimmer zur Zwischenmiete suchen. Das ist in dem Fall die günstigste Variante.
Anbieter oder eigene Organisation?
Derjenige, der seinen Aufenthalt in den USA mit Hilfe eines Anbieters organisiert, spart viel Zeit. Wer auf eigene Faust reist spart hingegen viel Geld.
Der Vorteil daran, seine Sprachreise und das Praktikum mit Hilfe eines Anbieters zu organisieren, liegt darin, dass dieser bei der Beantragung des Visums, sowie bei der Buchung der Unterkunft, dem Abschließen von Versicherungen und beim Finden eines Praktikumsplatzes eine große Unterstützung ist. Dem Sprachreisenden und Praktikanten werden auf diese Weise viele Unannehmlichkeiten erspart. So werden insbesondere die Beantragung des Visums und das Abschließen von Versicherungen erleichtert, da dies sehr formale und bürokratische Vorgänge sind, bei denen es teilweise zu Komplikationen kommen kann. Des Weiteren kann die Organisation dabei helfen, günstige Flüge in die USA zu buchen. Außerdem wird man während des gesamten Aufenthaltes von den Mitarbeitern der Organisation betreut und hat immer einen Ansprechpartner.
Nichtsdestotrotz ist es durchaus möglich, die Reise auf eigene Faust zu organisieren. Hierzu sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden, falls doch einmal etwas schief geht. Des Weiteren ist es ratsam, sich Literatur zum Thema "Bewerben auf Englisch" zu besorgen, damit die Jobsuche ein Erfolg wird und möglichst schnell ein Praktikumsplatz gefunden werden kann.

